Belastung von Kindern mit allergenen Stoffen

Quelle: Bundestag

Zur Deutschen Umweltstudie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen (GerES V) äußert sich die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Im Rahmen der von 2014 bis 2017 durchgeführten Studie seien Kinder und Jugendliche auf über hundert unterschiedliche Stoffe untersucht worden, teilt die Bundesregierung mit. Darunter hätten sich mehrere allergene Stoffe (unter anderem Acrylamid und Bisphenol A) befunden, die in der Spielzeugrichtlinie oder der Kosmetikverordnung reguliert sind.

Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, liegt der Bundesregierung derzeit keine allgemeine Auswertung zu möglichen gesundheitlichen Risiken für Kinder aufgrund von Mehrfachbelastungen mit gefährlichen Stoffen vor. Eine solche Auswertung würde nach Angaben der Bundesregierung eine umfassende Datensammlung voraussetzen, die so nicht verfügbar sei.

Grundsätzlich sei über das Vorkommen allergener Stoffe im menschlichen Körper noch wenig bekannt, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort weiter. In diesem Zusammenhang verweist sie darauf, dass das Bundesumweltministerium im Rahmen einer Kooperation mit dem Verband der Chemischen Industrie ein weltweit einmaliges Programm ins Leben gerufen habe, in dem Analysemethoden für insgesamt 50 Substanzen - darunter verschiedene Duftstoffe und andere Stoffe mit allergenem Potenzial - entwickelt würden.

Quelle: Heute im Bundestag (hib) vom 10.11.2020

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