Seenwanderung: Stienitzsee

20. Sep 2021

Norman Heise
Seenwanderung: Stienitzsee

Ein jahrtausender alter See inmitten einer sich rasant verändernden Umgebung. Die Spuren der jüngeren Vergangenheit sind weithin sichtbar und prägen die Landschaft.

Der Stienitzsee ist Teil einer eiszeitlichen Rinnenseekette vom Straussee bis zum Flakensee, die vom Rüdersdorfer Mühlenfließ durchflossen wird. Geologisch betrachtet liegt das Gewässer im Berliner Urstromtal, direkt angrenzend an das Barnimplateau. (Wikipedia)

Er ist der größte See im Landkreis Märkisch Oderland. Die Gegend um Hennickendorf ist geprägt von verfallenden Industriebauten einerseits, und andererseits durch den auch durch das neue Tesla-Werk bedingten Bevölkerungszuwachs. Der Wandel ist sichtbar: Investoren schaffen neue Wohnviertel, teilweise unter Einbeziehung der denkmalgeschützten Industriedenkmale. Andere Orte, wie beispielsweise das ehemalige Chemiewerk Rüdersdorf, verfallen und dienen bestenfalls als Filmkulisse mit morbidem Charme. (Lesenswertes auch hier und hier)

Zu den sehenswerten historischen Bauten unmittelbar am See gehören die Villa Oppenheim (nach ihrem späteren Besitzer auch Villa Thyssen genannt), die alte Mineralwasserfabrik und Restaurant „Sprudel“ sowie die Turbinenhalle.

Wir wandern also durch eine jahrtausendealte eiszeitlich geprägte Landschaft, die in den vergangenen 100 Jahren (ein Wimpernschlag der Geschichte) einen enormen Wandel erlebt hat, der überall gegenwärtig ist.

Start unserer Tour in ein Parkplatz vor dem Ortzentrum von Hennickendorf. Wir entscheiden uns erst die Straßenseite und dann die Waldseite zu laufen. So geht es nach Südwesten und vorbei an unterschiedlichen Haustypen, dem Strandbad, den Meisterhäusern, dem alten Elektrizitätswerk mit Wasserturm und dem Marstall. Diese kleinen Sehenswürdigkeiten sind mit kleinen Tafeln erklärt. Der Fußgängerweg endet auf Höhe des Marstalls, und auf einem Trampelpfad geht es parallel zur Straße weiter.

Der ursprünglich geplante Weg ist leider abgezäunt, weil gebaut wird. Es geht also weiter neben der Straße bis wir ein einlaminiertes Hinweisschild entdecken. Wir folgen dem Weg und laufen jetzt etwas unterhalb der Straße durch den Wald. Der See ist nicht zu sehen, dafür ein Müllmahnmal in Form eines Baumes umhüllt von Autoreifen.

Vorbei an einem Weidegebiet und den Wegweisern folgend stehen wir später an der Hauptstraße. Nach rechts geht es weiter in Richtung Rüdersdorf, über das Rüdersdorfer Fließ und in die nächste Straße, die Straußberger Straße, nach rechts. Vorbei an der Aufzucht- und Pflegestation für seltene und bedrohte Papageien geht es wieder in den Wald. Dem Wegweiser Richtung Torfhaus folgend geht es durch den Wald, vorbei an großen Wiesen und nach knapp 7km gibt es die erste Stelle, wo man mal direkt an das Wasser treten und den See anschauen kann.

Bis zum nordöstlichen Ufer bleibt es dann leider auch die einzige Möglichkeit. Der See verschwindet wieder hinter dichtem Wald.

Am nordöstlichen Ende des Sees gibt es dann eine kleine Badestelle mit Blick auf die gesamte Länge des See. Von hier geht es über einen längeren Steg das einzige Stück der Wanderung am Wasser entlang.

Am Ende des Wegs nach rechts in Richtung Fußballplatz abbiegen. Nach ca. 400m ist man am Ausgangspunkt angekommen.

Die Tour zum Nachwandern unter https://www.komoot.de/tour/493539866?ref=wta

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