Kinderschutz-Apps: Nur zwei sind „gut“

26. Aug 2020

Daniela von Treuenfels

Die Stiftung Warentest hat neun Kinderschutz-Apps getestet, die nicht altersgerechte Apps und Webseiten blockieren, die Bildschirmzeit begrenzen und oft auch den Standort des Kindes tracken können. Zwei Apps sind gut, drei befriedigend und vier ausreichend.

Smartphones für Grundschüler sind schon fast die Regel und mit ihnen kommen schnell Gewalt, Sex und suchtgefährdende Spiele in Kinderhand. Technische Lösungen versprechen Schutz und Kontrolle. Beim Test der Stiftung Warentest stellte sich einmal mehr heraus: was viel kostet ist nicht unbedingt viel wert.

Die teuerste App im Test, Wondershare Famisafe, kostet über 70 Euro pro Jahr und erhält die schlechteste Note. Der Testsieger kostet 20 Euro pro Jahr und überzeugt mit kindgerechter Ansprache, sehr gutem Funktionsumfang und pädagogischer Unterstützung für die Eltern.

Die hauseigene App von Google (Family Link) sowie Bildschirmzeit und Familienfreigabe von Apple sind sogar kostenlos und positionieren sich mit der Note Befriedigend im Mittelfeld.

Wie die Stiftung Warentest weiter mitteilt, arbeiteten die meisten Apps im Test fehlerfrei, ließen sich kaum aushebeln, boten aber keine pädagogische Unterstützung für Eltern an. Einen umfassenden Schutz vor allen Internet-Gefahren biete keins der Programme, gegen sexuelle Anbahnung und Mobbing seien sie meist machtlos.

Der vollständige Test findet sich in der September-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/kinderschutz-apps abrufbar. Hier gibt es auch eine Liste der getesteten Apps und weitere Informationen.

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