Hände waschen nicht vergessen!

12. Okt 2021

Daniela von Treuenfels
Hände waschen nicht vergessen!

Am 15. Oktober ist Welthändewaschtag. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet Informationen und praktische Tipps.

Manche Regeln gehen wie ein Taschentuch verloren. Selbstverständlichkeiten, von denen eigentlich alle wissen, dass sie ungeheuer hilfreich sind und das Leben besser machen. Nachlässigkeiten schleichen sich ein, und irgendwann erinnert sich kaum einer daran: Vor dem Essen Hände waschen – was für die Großeltern noch Pflicht war, ist heutzutage Kür. Ansteckende Krankheiten lassen sich dank moderner Medizin heilen, Sprays und Pillen lindern lästige Erkältungen.

Dass es nach wie vor wichtig ist, sich vor Infektionen zu schützen und es dazu nicht viel mehr braucht als ein wenig Disziplin und die Kenntnis einiger Gebote, das hat sich die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf die Fahnen geschrieben. Jedes Jahr pünktlich zum „Welthändewaschtag“ am 15. Oktober, zur besten Erkältungszeit und den ersten Grippefällen, meldet sich die Behörde mit neuesten wissenschaftlichen Befunden zu Wort.

Im Corona-Jahr 2020 beispielsweise präsentierte die Behörde ernüchternde Zahlen: Nur 81,4 Prozent der Bevölkerung setzten die Empfehlung, sich 20 Sekunden die Hände zu waschen, um – obwohl mit 91,8 Prozent dem Großteil die Bedeutung dieser Schutzmaßnahme bekannt ist. Das zeigten Ergebnisse der Befragungswelle des COVID-19 Snapshot Monitorings (COSMO) der Universität Erfurt, an dem die BZgA als Kooperationspartnerin beteiligt ist.

„Durch gründliches Händewaschen mit Seife für mindestens 20 Sekunden lassen sich die meisten Krankheitserreger wirksam entfernen. Die Übertragung von Infektionskrankheiten kann so wirksam unterbrochen werden“, sagt Behördenleiterin Heidrun Thaiss. Erkrankungen, die durch die Hände übertragen werden können, sind beispielsweise Erkältungen oder Magen-Darm-Infekte sowie auch Wurmerkrankungen. Krankheitserreger können durch die Berührung von anderen Menschen, Tieren oder Oberflächen auf die Hände gelangen. Werden dann Lebensmittel mit den Händen verzehrt oder die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen berührt, kann das zu einer Ansteckung führen.

Das Pfeffer-Experiment

Bereits Kleinkinder können mit Hilfe von Routinen verinnerlichen, in welchen Situationen die Hände gewaschen werden sollten. Kleine Lieder können helfen, die Dauer einzuschätzen und bringen viel Spaß in die Routine. Experimente bringen spielerisch Erkenntnisse über Krankheitserreger und deren Übertragung. Der Nutzen von Seife kann mit einem Versuch dargestellt werden: Dafür wird in einer Schüssel mit Wasser etwas Pfeffer auf die Wasseroberfläche gegeben. Der Pfeffer stellt die normalerweise unsichtbaren Krankheitserreger dar. Dann wird ein Finger, zuerst ohne und dann mit Seife, in das Wasser gesteckt und beobachtet, was passiert.

Die sieben Situationen, in denen Händewaschen besonders wichtig ist:

♦ nach dem Nachhausekommen
♦ vor und während der Zubereitung von Speisen
♦ vor den Mahlzeiten
♦ nach dem Besuch der Toilette
♦ nach dem Naseputzen und Husten oder Niesen in die Hand
♦ vor und nach dem Kontakt mit Erkrankten
♦ nach dem Kontakt mit Tieren

Den Internationalen Hände-Waschtag gibt es seit 2008. Er wurde von der Weltgesundheitsorganisation WHO ins Leben gerufen. Ziel ist, die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern. Der größte Teil der Ansteckungen erfolgt über die Hände.

Tipps zum richtigen Händewaschen gibt es hier: www.infektionsschutz.de/haendewaschen

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