Die Berliner Charité wird ab Mitte Juni Beschäftigte von 24 Schulen und 24 Kindergärten stichprobenartig auf SARS-CoV-2 testen.

Für Personal ohne Symptome aus den 48 ausgewählten Bildungseinrichtungen (je 12 Grund- und Sekundarschulen sowie 24 Kitas) werden an der Charité eigene Test-Zeiten eingerichtet.

Im nächsten Schritt startet ab Mitte Juni eine Schulstudie der Charité mit Testungen an 24 zufällig ausgewählten Schulen mit mobilen Charité-Teams vor Ort. An den Grund- und Oberschulen werden jeweils 20 Kinder und Jugendliche sowie fünf erwachsene Personen innerhalb von zwölf Monaten in regelmäßigen Abständen untersucht.

Schul- und Kitapersonal sowie Schülerinnen und Schüler und Kitakinder werden in regelmäßigen Abständen und über einen Zeitraum von rund einem Jahr begleitet, um das Infektionsgeschehen zu überwachen. Hierfür werden in regelmäßigen Abständen an jeweils zwölf Grundschulen, Sekundarschulen bzw. Gymnasien und Kitas Testungen auf aktuelle (PCR) und stattgefundene (Antikörper) Infektionen durchgeführt. Pro Einrichtung werden rund 20-40 Kinder und 5-10 Mitarbeitende ausgewählt. Die Teilnahme an der Langzeitstudie ist freiwillig und bedarf der Zustimmung der Eltern.

Ziel dieses schrittweisen Vorgehens ist es, die SARS-CoV-2 Situation an Berliner Bildungseinrichtungen bei der Rückkehr zum Normalbetrieb wissenschaftlich zu begleiten und eventuelle Risiken zu identifizieren. Damit wird eine Datengrundlage geschaffen, die zur epidemiologischen Beurteilung der aktuellen Situation und für die weitere Planung herangezogen werden kann.

Die Teststrategie für Bildungseinrichtungen ist der Start einer breit angelegten Corona-Teststrategie, die die Universitätsklinik im Auftrag des Berliner Senats entwickelt hat. Hierzu gehören zudem das Screening von Beschäftigten sowie Patienten in Krankenhäusern und die Infektionsüberwachung in Pflegeheimen und risikoadaptierte Stichproben weiterer Gruppen. Ziel ist es, neue Infektionsherde zu vermeiden beziehungsweise frühzeitig einzudämmen.

 

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit (Karl Valentin)

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