In der ihrem Mai-Heft nehmen die Öko-Tester Filzer unter die Lupe: Diese enthalten nicht nur eine gehörige Portion Chemie, durch sie entsteht zudem jede Menge Plastikmüll. Doch viele Kinder lieben nun mal ihre Filzstifte, weil deren Farben besonders kräftig leuchten.

Unterm Strich hat sich im Vergleich zum letzten Test von Filzstiften im Jahr 2001 die Situation verschlechtert. Nur ein Viertel der Produkte ist ohne größere Mängel. Der Rest steckt voll von bedenklichen und/oder problematischen Substanzen. So wurde etwa bei den Markern von Faber-Castell in der roten Stifthülse sowie in der Verpackung giftiges Cadmium nachgewiesen. Der Stift hätte gar nicht verkauft werden dürfen, weil er die Grenzwerte der Chemikalien-Verbotsverordnung um ein Vielfaches überschreitet.

Auch andere Stifte geben Anlass zur Kritik. In drei Markern fand das Labor erhöhte Bleigehalte, zum Beispiel in den Stiften von Herlitz. Jürgen Stellpflug fügt hinzu: „Wenn Kinder etwa am Stift knabbern, besteht damit die Gefahr, dass das Blei vom Körper aufgenommen wird – nachweislich ist das giftige Schwermetall in Magensäure löslich.“

Die kleinen Künstler müssen jedoch nicht auf ihre Filzstifte verzichten. Denn fünf Produkte erhalten von ÖKO-TEST das Testurteil „sehr gut“ und sieben Produkte ein „gut“. Eltern, die in Europa hergestellte Fasermaler kaufen, sind weitgehend auf der sicheren Seite. Denn diese sind im Test alle „befriedigend“ oder besser.

Das ÖKO-TEST Magazin Mai 2010 gibt es für 3,80 Euro im Zeitschriftenhandel. Alle Öko-Testergebnisse sind außerdem gegen eine geringe Gebühr online abrufbar unter www.oekotest.de

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