Eltern kaufen den Schulranzen in der Regel nach den Wünschen ihrer Kinder, doch ist es viel wichtiger, dass dieser sicher ist und den Vorgaben der Norm entspricht. Darauf macht Öko-Test aufmerksam. Die Auswahl an empfehlenswerten Produkten ist allerdings gering. Das Frankfurter Verbrauchermagazin hat zehn Schulranzen vom Labor untersuchen lassen.

Öko-Test-Magazin April 2010Dabei wollten die Öko-Tester nicht nur wissen, ob gefährliche Inhaltsstoffe in ihnen stecken, sondern unter anderem auch ob sie genug Signalflächen haben, wie praktisch sie in der Handhabung sind, wie stabil sie sind, wie solide sie verarbeitet wurden und ob der Ranzen nach einem Regenschauer innen trocken bleibt.

Doch leider zeigen die Testergebnisse, dass die Hersteller noch einige Hausaufgaben zu machen haben. Viele Ranzen erfüllen nicht einmal die DIN-Norm. Laut dieser gilt ein Produkt erst dann als sicher, wenn es über genug retroreflektierende und fluoreszierende Flächen verfügt. Fluoreszierende Flächen müssen am Tag und in der Dämmerung aufleuchten. Doch bei den Reflexstreifen zeigen sich die Hersteller sparsam.

Ein Armutszeugnis sind zudem die Ergebnisse der Schadstoffprüfung: Öko-Test hat unter anderem polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, von denen viele krebserzeugend sind, PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe, Weichmacher und hormonell wirksame zinnorganische Verbindungen gefunden. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Fast alle Modelle haben in der Handhabung und bei den Trageeigenschaften recht gut abgeschnitten.

Die Testergebnisse können in der April-Ausgabe des Öko-Test-Magazins nachgelesen werden. Das Heft kostet 3,80 Euro und ist ab dem 26. März 2010 im Zeitschriftenhandel erhältlich. Außerdem in diesem Heft: Babycremes und Wundcremes und ein Artikel zum Thema: „Stimmt es, dass man Kopf- und Augenschmerzen bekommen kann,wenn man sich im Kino dreidimensionale Filme anschaut?“ Außerdem sind alle Testergebnisse gegen eine geringe Gebühr online abrufbar.

www.oekotest.de

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