Eine rasante Abenteuergeschichte, die in Berlin Friedenau startet.

Eigentlich heißt Aspi ja Wilhelm, aber seine beste Freundin Fenja nennt ihn Aspi. Er hat das Asperger-Syndrom und Fenja muss deshalb ganz schön aufpassen, wie sie etwas zu ihm sagt. Wenn sie ihn fragt, ob er ihr etwas leiht, muss Aspi nämlich immer erst darüber nachdenken. Einfacher ist es, wenn Fenja ihm keine Frage stellt, sondern direkt sagt, was sie möchte. Aber Fenja weiß inzwischen, wie das geht.

Die Helikopterbande und das Raubtier aus China

Beide Kinder wohnen in Berlin Friedenau. Das ist mitten in Berlin, obwohl viele denken, dass Friedenau irgendwo am Rand von Berlin liegt. Beim Chinesisch-Kurs lernen die Kinder Zoe kennen, die ziemlich komische Sachen trägt und lauter Fremdwörter benutzt. Der Lehrer bittet die Kinder überall Flyer von der kleinen Chinesisch-Schule zu verteilen. Eigentlich sollen die Kinder ja immer in Friedenau bleiben, aber überall heißt überall, stellt Aspi fest, und Fenja und Aspi machen sich auf den Weg zum Helikopterlandeplatz. Fenjas Vater ist nämlich Pilot. Fenja soll eigentlich nicht mit dem Helikopter mitfliegen, aber wegen des siebenjährigen Noah, der einen Flug mit seinen Eltern gebucht hat, müssen  auch Fenja und Aspi mit in den Hubschrauber. Das ist quasi ein Notfall. Vielleicht kann man aus der Luft auch einen Blick auf den Pandabären erhaschen? Seit einigen Tagen wird immer wieder über einen Pandabären berichtet, der sich in den Wäldern Brandenburgs herumtreiben soll.

Noah findet Fenja und Aspi toll und seine Eltern ermöglichen ihm alles. Deshalb taucht er auch kurzerhand in der nächsten Chinesisch-Stunde auf.

Pandabären scheint es aber in den Brandenburger Wäldern doch nicht zu geben. Es gibt Entwarnung. Es war wohl nur ein verkleideter Mensch im Wald unterwegs. Dafür scheint aber Herr Mutert, der Lehrer, überhaupt  kein chinesisch zu können. Das muss geklärt werden!

Die Kinder statten sich mit einer beachtlichen Detektivausrüstung aus und beginnen zu ermitteln. Nachdem der kleine Noah einen entscheidenden Hinweis entdeckt, erlebt das Detektivquartett ein spannendes Abenteuer in den Wäldern von Brandenburg. Wie gut, dass Aspi doch ein bisschen über Pandas recherchiert hat und wie gut, dass Fenjas Vater einen Hubschrauber fliegen kann.

Ein Abenteuer, das beschaulich in Berlin Friedenau beginnt und dann rasant Fahrt aufnimmt. Der regionale Bezug ist toll. Wer sich in Friedenau auskennt freut sich, Straßen und Orte wieder zu erkennen. Jedes Kapitel wird mit einer ganzseitigen Illustration von Claudia Weikert eingeleitet.

Die Helikopterbande und das Raubtier aus China

Christina Erbertz (Text) Claudia Weikert (Ill.)
Beltz & Gelberg
ISBN:978-3-407-81235-3
ab 9 Jahre
12,95 €

Unsere Buchtipps sind Empfehlungen der Buchhandlung Schwericke in Lichterfelde. Der Laden liegt direkt am S-Bahnhof Botanischer Garten. Natascha, im Team verantwortlich für den Bereich Kinder- und Jugendbuch, stellt an dieser Stelle jede Woche eine Neuerscheinung oder einen gut abgelagerten „Mustread“ vor.

 

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit (Karl Valentin)

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