Auf dreidimensionalen Stehaufbildern sehen wir wie die Menschen früher gelebt und gearbeitet haben. Für Leute von 5 bis 100 Jahren.

Dieses Buch im Format 15,5 x 13 cm kein klassisches Buch. Man stellt es auf. Es entsteht ein 76 cm langes Puppenhaus, das eine Straße, einen Laden, eine Küche, eine Stube und einen Garten zeigt. In der ursprünglichen Ausgabe von 1889 befand sich auf der Straße vorn ein Eselskarren. In diesem Reprint der Ausgabe von 1910 ist der Karren durch ein gummibereiftes Auto der Zeit ausgetauscht.

Das Puppenhaus

Auf der Rückseite der Szenen erfahren wir mehr über den Buchkünstler Lothar Meggendorfer, der von 1847 bis 1925 gelebt hat und als einer der wichtigsten Vertreter der mechanischen Bilderbücher galt.

Die dargestellten Szenen lassen uns einen Blick in das Münchener Vorstadtmilieu um 1900 werfen. Manche Dinge kennen und erkennen wir. Einiges war auch anders. Die Stube ist schön anzusehen und es gibt viel zu entdecken, zu betrachten und dann auch zu erfragen. Und vielleicht kann man das kleine Puppenhaus ja auch mit Lego- oder Playmobilfiguren ein bisschen bespielen und so in eine vergangene Zeit eintauchen.

Der Verlag gibt eine Altersempfehlung ab 3 Jahren. Das erscheint mir ein bisschen zu früh. Es ist ab 5 gut geeignet, aber auch für Größere und ganz Große. 

Da es sich um einen Reprint handelt, findet man auf dem Einband noch den Untertitel „Eine Festgabe für brave Mädchen“. Ich habe zu Hause eine große Ausgabe von „Das Puppenhaus“. Meine beiden Jungen hatten viel Spaß mit dem Buch.

Meggendorfer, Lother: Das Puppenhaus

Esslinger Verlag
ISBN 978-3-480-22261-2
9,99 €
ab 5 Jahre und für alle

Unsere Buchtipps sind Empfehlungen der Buchhandlung Schwericke in Lichterfelde. Der Laden liegt direkt am S-Bahnhof Botanischer Garten. Natascha, im Team verantwortlich für den Bereich Kinder- und Jugendbuch, stellt an dieser Stelle jede Woche eine Neuerscheinung oder einen gut abgelagerten „Mustread“ vor.

 

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit (Karl Valentin)

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