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Aktualisiert (Donnerstag, den 22. Juli 2010 um 16:03 Uhr) Geschrieben von: Daniela von Treuenfels
Fit gegen rechts ist ein Projekt der Initiative Gesicht zeigen! Mit dem Medium Film sollen Schüler „abgeholt“ werden – zu einer Auseinandersetzung mit Rassismus, Ausgrenzung und Gewalt.
„Medienpädagogik erreicht Jugendliche, die sich kaum noch für schulische Inhalte interessieren. Unser Konzept motiviert sie, sich mit relevanten Inhalten zu befassen und vermittelt ihnen Medienkompetenz. Sie sollen lernen, sich die Welt mit Hilfe der Medien anzueignen, sich mit medialen Mitteln auszudrücken und mit anderen in Kommunikation zu treten, öffentliche Diskurse mitzugestalten und Medieninhalte kritisch zu reflektieren“, so die Initiatoren. Für die Haupt- bzw. Sekundarschulen wurden neue Materialien entwickelt zum Umgang mit Rassismus, Ausgrenzung und Gewalt. „Gerade für SchülerInnen dieser Schulform fehlen Konzepte und Strategien, um angemessen reagieren zu können. Konkret arbeiten wir an der Heinz-Brandt-Oberschule in Berlin-Weißensee und entwickeln mit dem Kollegium gemeinsam neue Strategien, Methoden und Unterrichtseinheiten.“
Unter www.undaction.de finden interessierte Pädagogen:
- Theoretisches Grundwissen zur Videoarbeit und Filmarbeit mit Jugendlichen
- Hintergrundinformationen zur Mediennutzung im Unterricht
- Übungsblätter für den Unterricht
- technische Einführungen zu Kamera, Licht, Ton und Schnitt
- Lehrfilm „Und Action!“
- Praxisfilm „Das können Sie auch!“
Methodisch liegt der Schwerpunkt auf Medienpädagogik speziell für die Arbeit mit Haupt- und SekundarschülerInnen, d.h. die Unterrichtseinheiten und Methoden sind handlungsbetont, stark erlebnisorientiert, interaktiv und medienpädagogisch. Die Methoden sind praxisnah, leicht umzusetzen und befähigen zum kritischen Umgang mit Medien, der Auseinandersetzung mit dem eigenen Medienkonsum und Medienkritik.
Man muss kein Medienprofi sein, um einen Film mit der Klasse oder der Jugendgruppe drehen zu können. Alle Materialien wurden neu entwickelt. Geboten werden – kostenlos - fast 40 Übungen und Methoden mit über 170 Übungsblättern für ganze Unterrichtsreihen zur Mediennutzung, Medienpraxis und Medienkritik.
Diese Plattform von Gesicht Zeigen! ist entstanden im Rahmen des Projekts „fit gegen rechts“ und richtet sich an PädagogInnen, LehrerInnen, SozialarbeiterInnen – kurz: an alle, die mit Jugendlichen arbeiten. Für die Materialsammlung wurde ein Schwerpunkt auf das Medium „Video“ gelegt – „weil unsere Zielgruppe eine besondere Fernseh- und Internetaffinität zeigt, die wir nutzen und kritisch begleiten möchten.“
Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland wurde im August 2000 von Uwe-Karsten Heye und Paul Spiegel gegründet. Der bundesweit tätige Verein engagiert sich gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und jede Form rechter Gewalt. Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder ist Schirmherr. Ein Schwerpunkt der Arbeit von Gesicht Zeigen! sind die Konzeption und Realisierung präventiver Schulprojekte. Seit 2002 arbeitet der Verein regelmäßig an Brandenburger Schulen zu den Themen: Rechtsextremismus, Integration und Ausgrenzung sowie berufliche Orientierung. Mit dem Projekt „Störungsmelder on tour“ geht die Initiative bundesweit an Schulen.
www.gesichtzeigen.de
www.undaction.de
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