Ein Drittel aller Berliner Schüler nehmen am evangelischen oder katholischen Religionsunterricht teil. Während in der Grundschule noch drei Viertel der Kinder in den Religions- oder Lebenskundeunterricht gehen, sind es in der Oberstufe nur noch 12 Prozent. Das geht aus der neuesten Statistik der Bildungsverwaltung hervor.

Im laufenden Schuljahr nehmen insgesamt 175.875 Schülerinnen und Schüler am freiwilligen Religions- und Weltanschauungsunterricht an den allgemeinbildenden Schulen teil, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung. Der größte Anteil entfällt mit 80.032 Teilnehmerinnen und Teilnehmern (23,1% der Gesamtschülerzahl) auf den evangelischen Religionsunterricht, gefolgt von 62.664 (18,1%) auf den humanistischen Lebenskundeunterricht und 24.106 (7,0%) auf den katholischen Religionsunterricht.

Während die Teilnahmequote in der Primarstufe 73,9% beträgt, liegt diese in der Sekundarstufe I noch bei 25,4% und in der Sekundarstufe II bei 12,2%. Die stärkste Beteiligung gibt es mit 58,7% im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, während sie im Bezirk Marzahn-Hellersdorf lediglich 28,3% beträgt.

Im Vergleich zum vorhergehenden Schuljahr ist zwar die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolut um 2.740 gestiegen, jedoch hat sich die Teilnahmequote aufgrund der höheren Gesamtschülerzahl um 0,74 Prozentpunkte verringert. Beim humanistischen Lebenskundeunterricht gab es mit einem Plus von 2.407 Schülerinnen und Schülern einen deutlichen Zuwachs. Beim evangelischen, katholischen, islamischen, alevitischen, jüdischen, buddhistischen, dem Religionsunterricht der Christengemeinschaft und dem sonstigen Religions- und Weltanschauungsunterricht, der vorwiegend in eigener Trägerschaft der Schulen durchgeführt wird, gab es nur geringe Veränderungen, wobei die Teilnahmequoten überwiegend leicht rückläufig sind.