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Aktualisiert (Freitag, den 21. Oktober 2011 um 17:13 Uhr) Geschrieben von: Daniela von Treuenfels
Kein Umzug, und trotzdem eine neue Adresse. Die Senatsbildungsverwaltung residiert ab sofort in der Bernhard-Weiß-Straße 6. Der Grund ist eine Umbenennung eines Teilstückes der Otto-Braun-Straße.
Der Teil der Otto-Braun-Straße zwischen Alexander- und Wadzeckstraße, wurde durch den Bau eines Hotelkomplexes gegenüber dem Verwaltungsgebäude vollends vom Hauptverkehrsstrom auf der Otto-Braun-Straße abgetrennt. Die Straße wurde so zu einer Parallelstraße - was Besucher, die sich nicht auskannten sehr verwirrte. Auch Navigationsgeräte in Fahrzeugen zeigten das neue Hotel an, und nicht den Sitz des Bildungssenators.
Die Umbenennung gibt jetzt einer historischen Adresse wieder einen Namen. Als das Haus 1931 für die Hauptverwaltung des Karstadtkonzerns errichtet wurde, war die Adresse Neue Königstraße. Wie ein Informationsblatt der Bildungsverwaltung zeigt, hatte dieser Name Bestand während der Nutzung durch das Statistische Reichsamt 1936 bis 1945 und auch in den Zeiten als Volkspolizeipräsidium - bis 1966.
Dann wurde der Name in Erinnerung an einen KPD Funktionär, der während des spanischen Bürgerkriegs 1936 ums Leben kam, geändert: Hans-Beimler-Straße. 1995 erfolgte eine weitere Umbennenung - zum Gedenken an den letzten frei gewählten preußischen Ministerpräsidenten: Otto-Braun-Straße.
Nun heißt der Weg Bernhard-Weiß-Straße. Weiß war bis 1932 Polizeivizepräsident Berlins, ein liberaler Demokrat, der keiner Auseinandersetzung mit den Nazis aus dem Weg ging. 1933 musste der jüdische Jurist ins Exil fliehen. Das Polizeipräsidium befand sich damals ungefähr dort, wo heute das Einkaufszentrum Alexa seinen Platz hat.
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