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Aktualisiert (Donnerstag, den 06. Oktober 2011 um 15:01 Uhr) Geschrieben von: Daniela von Treuenfels

Es ist eine kleine Sensation und bringt einen Hauch Revolution in die Berliner Schullandschaft. Ab diesem Schuljahr müssen sich Lehrer mindestens alle zwei Jahre von ihren Schülern bewerten lassen.

Das Selbstevaluationsportal des Instituts für Schulqualität (ISQ) gibt ihnen die Möglichkeit, Feedback zu eigens ausgewählten Aspekten ihres Unterrichts zu erhalten. Ab dem kommenden Schuljahr werden alle Lehrerinnen und Lehrer das Portal mindestens einmal in zwei Jahren anwenden. Inwiefern die Evaluationsergebnisse in der Kommunikation mit den an Schule Beteiligten genutzt werden – ob in Gesprächen mit der Schülerschaft, den Eltern oder dem Kollegium –, liegt allein in der Entscheidung der evaluierten Lehrkraft.

Das Selbstevaluationsportal wurde 2008 online gestellt und wird von vielen Schulen bereits angewendet. Es enthält sowohl Fragebögen zur allgemeinen Unterrichtsqualität als auch fachspezifische zu Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen, Naturwissenschaften, Geschichte und Sozialkunde. Im ersten Halbjahr des Schuljahrs 2011/2012 werden fachspezifische Fragebögen für die Fächer Geografie, Sport, Kunst, Musik, Ethik, Griechisch und Latein hinzugefügt. Die Fragebögen für Schülerinnen und Schüler aller Schularten ab Klasse drei wurden vom ISQ auf der Grundlage der Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz entwickelt. Für die Grundschulen sind die Fragen sprachlich altersgerecht gestaltet.

Ursprünglich hatte Senator Zöllner diese Evaluation auf Schulen mit schwachen Leistungsdaten beschränken wollen. Während der Diskussion zum Qualitätspaket wurde ein allgemeiner Einsatz dieses Instruments befürwortet.

Die Befragungen sind anonymisiert, indem entsprechend der Klassengröße spezielle Transaktionsnummern (TAN) an die Schüler vergeben werden, die auf der Internetseite des ISQ zur Teilnahme an der Evaluation berechtigen. Rückschlüsse auf die einzelnen Schülerinnen und Schüler sind nicht möglich. Die Lehrkräfte können bei der Befragung entweder auf vollständige Fragebögen zurückgreifen oder diese nach dem Baukastenprinzip aus einzelnen Modulen individuell zusammenstellen. Dabei schätzen die Lehrerinnen und Lehrer auch selbst ihren Unterricht ein. So werden mögliche Abweichungen zwischen der Eigen- und Fremdeinschätzung erkennbar. Nach Abschluss der Befragung erhalten die Lehrkräfte vom ISQ eine elektronische Auswertung. Diese kann Basis für einen Austausch mit der Klasse über den Unterricht sein, aber auch nur der persönlichen Information dienen.

sep.isq-bb.de

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