Stell dir vor, du bist Finanzminister oder Kanzlerin und musst vergleichsweise wenig Euro in ganz viele kaputte Schulen geben – wie gehst du vor? Auf so eine scheinbar komplizierte Frage kann man sehr einfache Antworten bekommen. Die kaputtesten Schulen zuerst, oder: zuerst dort, wo die ärmsten Kinder lernen. Oder: Gut muss es werden – modern, hochwertig, langlebig und flexibel nutzbar. Das Dumme ist nur: Alle simplen, nachvollziehbaren und klaren Möglichkeiten scheiden aus. Deutschland, wir müssen reden.

René Geißler ist Verwaltungswissenschaftler und Experte für kommunale Finanzen bei der Bertelsmann Stiftung. Die wachsenden finanziellen Unterschiede zwischen Ländern und Kommunen sind ein Schwerpunkt seiner derzeitigen Forschung. Er plädiert dafür, Fördermittel zuerst da einzusetzen, wo arme Kinder zur Schule gehen.

Wände bröckeln, Schimmel blüht, Fenster werden zugeschraubt, Dächer sind undicht – viele Schulen in Deutschland sind in einem katastrophalen Zustand. Der Bund hat den Ländern jetzt eine Unterstützung für die Sanierung der maroden Bausubstanz bereitgestellt. Wie werden die insgesamt 3,5 Milliarden Euro verteilt? Kommt die Hilfe an? Bei der Suche nach dem Weg des Geldes stößt man auf die Karikatur einer Verteilungsgerechtigkeit – weil zu viele Menschen von viel zu wenig Mitteln profitieren sollen. Für eine sachgerechte Zuweisung fehlen meist auch Daten.

Mit dem Deutschen Schulportal ist eine neue Onlineplattform rund um das Thema Schule gestartet. Für alle zugänglich stellt das Schulportal erfolgreiche Konzepte aus der Schulpraxis vor und bietet aktuelle Informationen und Beiträge zu den Themen Schulpraxis, Bildungspolitik und Wissenschaft.

Die Berliner Grünen veranstalten am Samstag, den 26. Mai, einen öffentlichen Bildungskongress. Die Themen: Demokratie lernen, Ganztag, Schulsanierung und vieles mehr. Gelegenheit für Eltern, mit Politikern, Praktikern und Experten ins Gespräch zu kommen. Infos und Anmeldung: gruene.berlin/bildungskongress.

Die Berliner Finanzverwaltung hält auf ihrer Internetseite umfangreiche Informationen zur sogenannten Schulbauoffensive bereit. Auf einer Karte finden Interessierte Details zu einzelnen Schulen.

Am 16. Juni findet zum siebten Mal der Berlin-Brandenburger Schulbibliothekstag statt. Unter dem Motto „Transformationen“  gibt es in der Hellersdorfer Ernst-Haeckel-Schule ein vielfältiges Programm mit 20 Workshops sowie zahlreiche Stände auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“.

Arme Kinder in Berlin gehen vor allem in den Bezirken Kreuzberg-Friedrichshain, Neukölln und Mitte zur Schule. Die Hauptlast der gesellschaftlichen Segregation tragen hauptsächlich die Grundschulen, gefolgt von den Förderschulen und den Sekundarschulen. Gymnasien kennen Kinderarmut in größerem Umfang eher selten. Auch die Privatschulen entziehen sich größtenteils einer gesellschaftlichen Verantwortung.

Berlin wird sich im Bundesrat für den Wegfall des Eigenanteils für das Mittagessen in Kitas und Schulen für Kinder aus einkommensschwachen Familien stark machen. Auch die künftige Bundesregierung aus CDU und SPD hat die kostenlose Mahlzeit auf der Agenda.

TUSCH, Theater und Schule Berlin, wird 20 Jahre alt. Das Netzwerk hat in dieser Zeit 200 Theater- und Schulkooperationen initiiert, in denen rund 58.000 Schüler mit der Vielfalt des Theaters in Berührung kamen. Im Rahmen der Eröffnung des TUSCH-Festivals am 6. März 2018 wird groß gefeiert.

10 Jahre nach ihrer Einführung sind die Berliner Gemeinschaftsschulen offiziell noch immer ein „Schulversuch“. Eltern dieser Schulen haben sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Eines ihrer Ziele: die Gemeinschaftsschulen sollen eine Regelschulform sein, das Schulgesetz soll entsprechend angepasst werden.

Schulnoten gibt es seit 1717. Sind sie noch zeitgemäß? Oder behindern sie eher den Lernprozess der Schüler? Diese Frage geht die WDR-Sendung "Planet Wissen" nach.

Eine vom Lehrer veranlasste Gruppenprojektarbeit ist Teil des versicherten Schulbesuchs, auch wenn sie außerhalb der Schule erledigt werden kann. Dies hat das Bundessozialgericht entschieden.

Jedes Jahr vom 1. Februar bis 15. März können sich Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund für ein START-Stipendium bewerben.

An 20 Grundschulen wird es nach den Winterferien ein AG-Angebot „Herkunftssprache Türkisch“ für Kinder der 1. bis 3. Klasse geben.