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Aktualisiert (Donnerstag, den 14. Oktober 2010 um 08:38 Uhr) Geschrieben von: Daniela von Treuenfels

„Ich werde Tierärztin, und dabei lasse ich mich durch meine Legasthenie nicht behindern“, sagt Angelika (17). In dem Spot „Legasthenie und Dyskalkulie – na und!“ des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie e.V. (BVL) werden fünf Jugendliche episodisch in verschiedenen Situationen vorgestellt, in denen sie ihre Stärken und Hobbys ausleben: beim Reiten, Schwimmen, Musik machen, Raketen bauen oder Kampfsport.

Sie sind glücklich, weil sie sich bei ihren Hobbys nicht durch die Legasthenie oder Dyskalkulie beeinträchtigt fühlen. Sie haben sich bewusst Freiräume geschaffen, die dabei helfen, die Probleme in der Schule besser zu verarbeiten.

Der kleine Spot des BVL und die fünf Einzelportraits der Jugendlichen sollen Jugendliche motivieren und stark machen „Wir wollen Jugendliche mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie motivieren, ihre Stärken aktiv zu nutzen, damit nicht immer ihre Schwächen im Mittelpunkt stehen“, sagt Pressesprecherin Annette Höinghaus .  Die Botschaft: „Wie stelle ich mir meine Zukunft trotz Legasthenie oder Dyskalkulie vor“. Die Interviews sollen nicht nur betroffenen Jugendlichen Mut machen, sondern auch Akzeptanz und Toleranz fördern.

„Ein begabungsgerechter Schulabschluss, eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium müssen in unserem Bildungssystem durch Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen selbstverständlich werden, so Höinghaus. Betroffene Jugendliche dürfe man nicht weiterhin ausgrenzen, sondern ihre Stärken müssten gefördert werden, damit sie Zukunftsperspektiven haben und ihre Traumberufe Wirklichkeit werden könnten. „Ingenieure sind Mangelware, lasst mich meine Stärken unter Beweis stellen. Wenn man mir wegen meiner Rechtschreibung keine Steine in den Weg legt, dann werde ich helfen, die Lücke zu schließen“, freut sich Alexander (15), der Ingenieur werden will.

Für den Spot wurden die Darsteller (zwischen 14 und 17 Jahre alt) in einem bundesweiten Casting ausgewählt. Ausschlaggebend war neben der Spielfreude auch die Bereitschaft, zur eigenen Legasthenie oder Dyskalkulie zu stehen und sie durch den Film öffentlich zu machen. Parallel zum Filmdreh entstanden kurze Statements, in denen die Jugendlichen offen über ihren manchmal schwierigen Alltag, ihre Hoffnungen und Träume reden.

Zusätzlich zum Start des Spots auf der Homepage des BVL http://www.bvl-legasthenie.de gibt es eine eigene Webseite, auf der Making-off-Fotos vom Dreh und weitere Clips, wie zum Beispiel die Statements der Hauptdarsteller, zu finden sind: http://www.bvl-mediathek.de