Kinderbetreuung

Für "mehr Qualifizierung, für bessere Arbeitsbedingungen und für gute Zusammenarbeit in der Kindertagespflege" hat das Bundesfamilienministerium das Bundesprogramm "ProKindertagespflege" gestartet. Berlin erhält daraus jährlich 150.000 Euro, das Geld soll in die Qualifizierung der aktiven Pflegepersonen und Anwerbung neuer Tageseltern investiert werden.

Fühlen sich Eltern von der Kita ausreichend informiert? In welchen Bereichen können Eltern sich an Kita-Entscheidungen beteiligen? Wissen Eltern, wie sie in der KiTa mitreden und mitwirken können? Eine Antwort auf diese Fragen erhofft sich die Bertelsmann-Stiftung mit Erkenntnissen aus ihrer derzeit laufenden Umfrage.

Neue Protestaktion für mehr Kitaplätze: Nach Demo, Gesprächsrunden und Klageberatung hat sich die Elterninitiative "Kitakrise" zu Weihnachten etwas Besonderes ausgedacht. Auf Postkarten sollen Eltern, Kinder und Erzieher ihre Wünsche schreiben und an den Regierenden Bürgermeister Müller schicken.

Die Initiative Kritakrise hat Tipps für Eltern, die den Anspruch auf einen Kitaplatz für das eigene Kind auf dem Rechtsweg durchsetzen müssen.

Kinder mit Fluchterfahrung in die Kita aufzunehmen, das ist eine besondere Herausforderung.  Die Bildungsverwaltung hat die Erfahrungen von acht Modellkitas in einem äußerst lehrreichen Heft zusammengefasst. Von den sehr offen erzählten Berichten können auch Eltern viel lernen. Dazu gibt es zusätzliches Wissen (nicht nur) für Fachkräfte.

Kita-Beiträge belasten laut einer Elternbefragung der Bertelsmann Stiftung vor allem arme Haushalte überproportional. Dennoch wäre eine Mehrheit aller Eltern bereit, noch höhere Kosten für Kitas in Kauf zu nehmen, sofern die Qualität besser wird. Eine politisch gewünschte Beitragsfreiheit würde nach neusten Schätzungen pro Jahr 7,3 Mrd. Euro benötigen und den Qualitätsausbau ausbremsen.

Wenn sich im Berliner Senat die Einsicht Bahn bricht, dass ganz schnell etwas passieren muss, wird’s militärisch. Eine „Task Force“ soll dann – zackzack – für Ordnung sorgen. In diesem Fall für mehr Kitaplätze.

Für Extra-Leistungen wie zusätzliche Sportangebote, Bio-Essen oder Sprachunterricht dürfen Kita-Betreiber künftig höchstens 90 Euro pro Kind und Monat von Eltern verlangen.

Nach dem Berliner Kita-Urteil: Auf alle Beteiligten kommen große Herausforderungen zu. Es wird darum gehen, alle Kinder auch in übervollen Einrichtungen willkommen zu heißen. Und die Bezeichnung „Bildungseinrichtung“ endlich mit Inhalt zu füllen. Ein Kommentar.

Verzweifelte Eltern auf der Suche nach einer Betreuungseinrichtung für ihre Kinder - die Klagen und Berichte häufen sich. Nun hat eine selbst betroffene Mutter auf Change.org eine Petition gestartet. Der Zuspruch ist gewaltig.

Tagespflegeeltern nehmen vorrangig Kinder des Bezirkes auf, in dem sie tätig sind. Die Bildungsverwaltung bestätigte jetzt die Rechtmäßigkeit des Vorgehens des Bezirks Friedrichshain Kreuzberg, das der Jugendstadtrat des Nachbarbezirks Neukölln als "rechtswidrig" bezeichnet hatte.

Nach Friedrichshain-Kreuzberg gibt es jetzt in Neukölln eine weitere Klage von Eltern wegen fehlender Betreuungsmöglichkeiten. Eine Familie verklagt das Land Berlin auf die Zuteilung eines geeigneten Kitaplatzes. 

Schnell und schön: Die nächsten Kitas in Berlin werden in modularer Bauweise errichtet. Im ersten Schritt entstehen 16 Einrichtungen in 11 Bezirken mit 1530 Plätzen.

Ab dem 1. Januar treten in Berlin einige Änderungen für die Betreuung der Jüngsten in Kraft. Künftig haben Kinder vom ersten Geburtstag an einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Teilzeitplatz mit bis zu sieben Stunden Betreuung. Außerdem werden die umstrittenen und konfliktträchtigen Zuzahlungen neu geregelt und Kita-Mitarbeiter bekommen mehr Zeit für Qualifizierung und Leitungsaufgaben.

Familie steht für Nähe und Kinder sind gerade in den ersten Jahren noch fest an uns gebunden. Wenn Eltern dann in den Beruf zurückgehen, stehen sie vor einem Dilemma: Sie müssen sich tagsüber von den Kindern trennen, auch wenn es schwer fällt. Denn sie wollen oder müssen auch arbeiten.