Ein Jahr Werben, Trommeln, Mahnen, demonstrieren - die Initiative Kitakrise Berlin zieht Bilanz. Die Aktivisten sind reichlich frustriert.

Tausende Kitaplätze fehlen in Berlin, so ungefähr 3000 (Senat) und 13.000 (IW Köln). Keiner weiß das so genau, und die Macher der Initiative Kitakrise prangern diese Intransparenz an. Wie Plätze vergeben werden, ist nach wie vor nicht durchschaubar, Eltern suchen per Kleinanzeigen oder gehen vor Gericht. " In keiner anderen Großstadt lässt sich etwas ähnliches beobachten, was rückschließen lässt, dass die Kitakrise in der Hauptstadt entweder besonders groß ist oder die Kitaplatzvergabe besonders intransparent verläuft", heißt es in einem Artikel auf dem Kampagnenblog.

Viele Fragen seien noch offen: Was soll mit den Mitteln aus dem "Gute-Kita-Gesetz" passieren? Welche Mittel gibt es gegen Verdrängung von Kinderläden durch Mieterhöhungen? Wo sollen die versprochenen 22.000 neuen Kitaplätze bis 2021 entstehen und wer soll die bauen? Gibt es dafür ausreichend Geld? Wer reagiert wann wie auf die präkere Lage der Kinder mit Förderbedarf?

Die Empfehlung an Politik und Verwaltung: "Sprecht mehr mit den Menschen aus der Praxis. Sucht den Dialog mit den Eltern, der Tagespflege und Erzieher*innen! Seid ehrlich! Wir wollen alle Lösungen für die Kitakrise, aber vor allem wollen wir ernst genommen werden."

zum Artikel: kitakriseberlin.org/versuch-einer-bestandsaufnahme

 


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