Freundinnen und Freunde der Blechkisten auf vier Rädern hatten bisher schon reichlich Vergnügen an den Ausstellungsstücken im Technikmuseum. Ein halbes Jahr lang sind nun statt der bisher 30 Karossen doppelt so viele zu sehen. Das Museum hat "umgeparkt" und noch einmal 30 Autos aus der Garage geholt.

Umgeparkt2Das Deutsche Technikmuseum verfügt über mehr als 200 historische Autos. Nur etwa 30 davon sind dauerhaft in der Ausstellung „Mensch in Fahrt“ zu sehen, der größte Teil wird in den Museumsdepots sicher bewahrt und erhalten. Umbauarbeiten in den Depots bieten nun die einmalige Gelegenheit, den Besucherinnen und Besuchern des Museums für die Dauer eines halben Jahres 29 weitere Fahrzeuge aus der Sammlung zu präsentieren.

UmgeparktDie ausgewählten Automobile stehen dabei nicht nur für technische Meilensteine. Manche geben auch sozialgeschichtliche Einblicke, wie beispielsweise drei DKW-Autos aus den 1930er Jahren: Mit einer kunst-lederüberzogenen Sperrholzkarosserie und angetrieben von einem Zweitaktmotor mit nur 20 PS zeigen sie die damals einfachste Form der Automobilität.  Einen Aspekt der Wirtschaftsgeschichte verdeutlicht der Ford B von 1932 mit seiner für damalige Verhältnisse revolutionären Ganzstahlkarosserie.

Mit „Umgeparkt – Autos aus dem Depot“ gibt das Museum zudem einen Einblick in die Arbeit hinter den Kulissen. Die Automobile werden in den Depots nicht einfach nur „abgestellt“, sie werden geschützt – zum Beispiel gegen Insektenbefall der Innenräume – und erforscht. Auch verschiedene Ansätze zum Thema Restaurierung werden an den Fahrzeugen verdeutlicht: Manche sehen wieder aus wie neu, andere haben noch ihre historischen Lacke oder werden bewusst mit Spuren von Nutzung und Vernachlässigung gezeigt.

Umgeparkt – Autos aus dem Depot

6. Dezember 2017 bis 31. Juli 2018 
Deutsches Technikmuseum l Ladestraße, Sonderausstellungsbereich
Zugang über Möckernstraße 26, 10963 Berlin
Di-Fr: 9-17:30 Uhr l Sa, So, Feiertage: 10-18 Uhr l Montag geschlossen

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